
An einem windigen Nachmittag im letzten November saß ich allein in meinem Gartenhaus am Rande von Münster, die gebrauchte Trompete schwer in meinen Händen. Ich starrte auf den Laptop-Bildschirm und war mir absolut unsicher, ob meine Lunge mit 50 Jahren überhaupt noch genug Puste für einen einzigen sauberen Ton hat – oder ob ich mich mit diesem Spontankauf vom Nachbarn komplett übernommen habe.
Du weißt ja, liebes Schwesterchen, nach Jahrzehnten im Finanzamt und einer lebenslangen Liebe zu Miles Davis und seinem legendären 'So What' wollte ich es endlich wissen. In der Schule hieß es immer, ich sei unmusikalisch (danke, Blockflöten-Trauma!), aber der Klang einer Trompete hat mich schon immer an die Sonntage in der Kirche erinnert. Also habe ich mir ein Herz gefasst. Bevor ich losgelegt habe, musste ich die gebrauchte Trompete reinigen, damit das alte Stück aus Nachbars Keller überhaupt wieder glänzt.
Hinweis: In diesem Text teile ich meine ganz persönlichen Erlebnisse. Wenn du über die Links hier etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis natürlich gar nichts, aber es unterstützt mich dabei, mein Gartenhaus-Studio (und die Kaffeekasse) zu finanzieren. Ich empfehle nur, was ich selbst ausprobiere!
Der Start mit dem meineMusikschule Trompete Kurs
Ich hatte kurz überlegt, ob ich mit dem Schlagzeug anfangen soll – unsere Tochter wollte als Teenager ja mal eins – oder vielleicht mit einem Cajon, weil das leiser ist. Aber am Ende siegte die Sehnsucht nach dem Blech. Ich habe mich für den meineMusikschule Trompete Kurs entschieden. Warum? Weil ich Struktur brauche. Mein innerer Finanzbeamter liebt es, wenn Dinge von A bis Z erklärt werden.
Der Kurs kostet 19 Euro im Monat. Das ist für mich ein fairer Deal – etwa so viel wie drei Päckchen guter Kaffee. Der Einstieg war herrlich unaufgeregt. Von der korrekten Haltung bis zum ersten mühsamen Versuch einer Tonleiter wird alles in Videos erklärt. Ich saß da im Gartenhaus, der Laptop auf einem Stapel alter Aktenordner, und habe versucht, meine Lippen in dieses Mundstück zu pressen.
Apropos Mundstück: Ich habe lange überlegt, welches Mundstück für Trompete Anfänger eigentlich das richtige ist, aber der Kurs gibt da zum Glück gute Orientierungshilfen für den Anfang.
Frostige Morgen und geschwollene Lippen
Während der Frosttage im Januar wurde es im Gartenhaus richtig ungemütlich. Ich erinnere mich noch an diesen einen Morgen: Der metallische Geschmack des Mundstücks und die Kälte des Messings an meinen Fingern waren fast abschreckend. Aber die Videos von meineMusikschule sind so sympathisch aufgebaut, dass ich trotzdem weitergemacht habe.
Einmal bin ich allerdings über das Ziel hinausgeschossen. Ich wollte unbedingt die B-Dur-Tonleiter perfektionieren. Nach drei Tagen zu ehrgeizigem Üben waren meine Lippen so geschwollen, dass ich beim Abendessen kaum die Suppe löffeln konnte – ein echtes Anfänger-Schicksal! Da wurde mir klar, wie wichtig es ist, den Trompete Ansatz richtig zu trainieren, ohne sich zu verletzen.
Ich erwischte mich sogar dabei, wie ich meine Übungsfortschritte in einer Excel-Tabelle wie eine Steuererklärung gliederte – Datum, Dauer der Lektion, Fehlversuche beim hohen C. Irgendwann musste ich über mich selbst lachen. Musik soll fließen, sie ist kein Jahresabschluss!
Disziplin vs. Flexibilität: Mein größtes Learning
Das Besondere an einem Online-Kurs wie dem von meineMusikschule ist die zeitliche Flexibilität. Aber genau das ist auch die Tücke. Es gibt keinen Lehrer, der am Dienstagnachmittag vor der Tür steht und böse guckt, wenn man nicht geübt hat. Das erfordert viel persönliche Disziplin.
Ich habe für mich festgestellt: Die monatliche Gebühr von 19 Euro baut genau den richtigen, sanften Druck auf. Ich will das Geld ja nicht aus dem Fenster werfen. Deshalb dokumentiere ich jetzt jeden Sonntagabend, wie die Woche war. Das brennende Gefühl in den Zwerchfellmuskeln nach den ersten Lektionen über die Atemstütze war übrigens ein Zeichen, dass ich Muskeln besitze, die ich seit der Zeit im Finanzamt komplett ignoriert hatte.
Warum nicht Schlagzeug oder Cajon?
Manchmal, wenn die Töne mal wieder nur so rausgequetscht klingen, schiele ich zu den Alternativen. Es gibt bei der gleichen Musikschule auch den meineMusikschule Schlagzeug Kurs für ebenfalls 19 Euro. Oder für die, die es lieber einmalig zahlen wollen, den RudiHein Schlagzeug-Kompaktkurs mit einem Jahr Zugang.
Sogar der martin0852 Cajon-Kurs war kurz in der Auswahl – der ist seit 2018 stabil am Markt und hat über 160 Videos. Das wäre sicher leiser für die Nachbarn gewesen. Aber weißt du, die Trompete hat diese Seele. Wenn man dann mal die Wasserklappe leert (ja, das muss man regelmäßig machen, sonst blubbert es unschön) und der nächste Ton plötzlich klar und hell durch das Gartenhaus schwingt, dann weiß ich: Das war die richtige Entscheidung.
Mein Fazit nach sechs Monaten
Anfang April kam der Durchbruch. Ein kühler Abend, die Vögel im Münsterland zwitscherten um die Wette, und mein Ton hatte plötzlich Volumen. Nicht mehr dieses dünne Quietschen, sondern ein echter, warmer Klang, der fast ein bisschen nach Clifford Brown klang (wenn man beide Augen und Ohren ganz fest zudrückt).
Der Kurs von meineMusikschule ist für mich ideal, weil er mich nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert. Er ist wie ein guter Kollege im Amt: verlässlich, strukturiert und immer da, wenn man ihn braucht.
Falls du auch überlegst, mit 50 noch mal was ganz Neues zu wagen – trau dich! Es muss ja nicht gleich die Trompete sein, aber ein Instrument zu lernen ist wie eine Verjüngungskur für den Kopf. Schau dir den Kurs hier mal an: Trompete lernen bei meineMusikschule. Es lohnt sich, auch wenn die Lippen am Anfang ein bisschen meckern!
So, jetzt muss ich aber wieder raus. Die Nachbarn haben heute noch nicht geklopft, das ist ein gutes Zeichen. Vielleicht schaffe ich heute die ersten Takte von 'Kind of Blue' ohne Luftnot.